Mittwoch, 17. Juli 2019

Inselhopping in Norwegen

5 Tage auf der wunderschönen Insel Senja liegen hinter uns. Das Video spricht ja für sich! Ein Traum! Schade war, dass die Startpunkte einiger Wanderungen entweder schwer erreichbar oder sehr klein und damit schon zugeparkt waren, aber wir wollten es hier eh etwas gemütlicher angehen lassen, damit war das garnicht mal so schlecht😊.
Eine längere Bergwanderung haben wir dennoch gemacht und man muss schon sagen: von oben sieht die Welt einfach nochmal viel schöner aus! 


Ich vermute mal, hier waren wir nicht zum letzten Mal. Wir haben also ein paar Tage die Insel erkundet, die größer war, als wir dachten. Man kann hier schon mal ein paar hundert Kilometer zurücklegen und hat noch immer nicht alles gesehen.. Die wenigen Campingplätze sind proppenvoll und die Situation überforderte uns erstmal ein wenig. Gefühlt ist plötzlich alles voller Wohnmobile, jeder Parkplatz, die Fähren, die Straßen, einfach alles. Aber wie soll es anders sein: Norwegen in der Hochsaison und dann noch kurz vor den Lofoten🙈. Inzwischen empfinden wir es jedoch nicht mehr so schlimm, der Eindruck war wohl einfach dem starken Kontrast zu den letzten 6 Wochen geschuldet. Wir fanden bisher tatsächlich immernoch jede Nacht ein ruhiges Plätzchen abseits der Straße, wo wir die Nacht verbringen konnten. Campingplätze meiden wir hier jedoch.. einfach zu voll. Man findet hier in Norwegen auch so viele Möglichkeiten für Ver- und Entsorgung des Womos, was in Finnland deutlich schwieriger war.
Auf der Fähre von der Insel Senja nach Andenes auf den Vesterålen, einer Inselgruppe neben den Lofoten haben wir glücklicherweise einen Platz bekommen, weil wir zufällig 3 Stunden vor Abfahrt am Anleger ankamen. Wir wollten eigentlich nur mal hinschauen und haben uns dann gleich in letzter Reihe angestellt. Was für ein Glück.. Die Überfahrt war natürlich grandios, Schifffahrten hier in Norwegen gehören sicher zu den Spektakulärsten der Welt. Wichtig ist nur, sich sehr warm anzuziehen, sonst vergeht einem der Spaß sehr schnell und man sitzt in der warmen Lounge die Zeit ab (was komischerweise die meisten machen).



Nach ca. 1,5 Std. kamen wir in Andenes an, dem nördlichsten Punkt der Vesterålen. Die Reiseführer berichten nicht viel über die Vesterålen, außer dass sie im Vergleich zu den Lofoten geradezu langweilig sein sollen. Zumindest lautet so meine Interpretation des Textes. Unser erster Eindruck: Wow! Ein süßes verschlafenes Fischerstädtchen, sehr ruhig, sehr schön! Spontan entschieden wir: hier bleiben wir erstmal! Und wenn wir schonmal spontan sind, machen wir doch auch gleich noch eine Bootsfahrt zu den Papageientauchern, die hier z.B. auf der Insel Bleiksøya ein paar Monate leben. Mit einem alten Fischerboot wurden heute wir in einer kleinen Gruppe zur Insel gebracht, wo um die 50000 Papageientaucher brüten, daneben Seeadler, Reiher, Trottellummen und viele andere Vögel, deren Namen wir schon nicht mehr wissen. Ich komme mir schon blöd vor, schon wieder zu schreiben, wie schön, großartig, einzigartig, faszinierend auch das war, aber so ist Norwegen einfach.. und das wissen offensichtlich nicht nur wir😊.


Nach einem langen Strandspaziergang am kilometerlangen weißen Sandstrand von Bleik erkunden wir nun in den nächsten Tagen die Inselwelt der Vesterålen und Lofoten.

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